Sie wissen, dass im Büro etwas einfacher werden muss. Also schauen Sie sich Handwerkersoftware an, und stehen vor zwanzig Anbietern, die alle das Gleiche versprechen. Welche passt zu einem kleinen SHK-Betrieb, und welche ist am Ende nur teurer Ballast? Diese Frage lässt sich beantworten, wenn Sie auf die richtigen Dinge achten.
Warum die teuerste Software nicht die beste ist
Die größte Fehlentscheidung im Handwerk ist nicht die zu einfache Software. Es ist die zu große. Ein Programm mit hundert Funktionen, von denen Ihr Betrieb fünf nutzt, kostet jeden Monat Geld und wird trotzdem gemieden, weil niemand sich darin zurechtfindet.
Am Ende läuft die Hälfte wieder über Zettel und Word, und die teure Software steht ungenutzt daneben. Eine gute Handwerkersoftware erkennen Sie nicht an der Länge der Funktionsliste, sondern daran, dass Ihre Leute sie freiwillig benutzen.
Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten
Statt Funktionen zu vergleichen, prüfen Sie diese fünf Punkte:
- Passt sie zur Betriebsgröße? Software für 50-Mann-Betriebe ist für einen Acht-Personen-Betrieb meist zu schwer. Suchen Sie gezielt nach Lösungen für kleine Betriebe.
- Versteht sie Ihr Gewerk? Eine Software, die Aufmaß, Materiallisten und SHK-typische Abläufe kennt, spart mehr als eine allgemeine Bürolösung.
- Bedienen Ihre Leute sie ohne Schulungsmarathon? Wenn die Büroleitung nach einer halben Stunde damit arbeiten kann, ist das ein gutes Zeichen.
- Hängt alles zusammen? Der größte Gewinn liegt im durchgängigen Ablauf von der Anfrage über das Angebot bis zur Rechnung, ohne dass Sie dreimal dasselbe abtippen.
- Bekommen Sie Unterstützung, wenn es klemmt? Ein erreichbarer Ansprechpartner ist im Alltag mehr wert als die zehnte Zusatzfunktion.
Was kostet Handwerkersoftware?
Eine pauschale Zahl gibt es nicht, aber eine grobe Orientierung. Die meisten Programme rechnen pro Nutzer und Monat ab, oft im Bereich weniger Zehner-Beträge je Arbeitsplatz. Dazu kommen manchmal einmalige Kosten für Einrichtung und Datenübernahme.
Wichtiger als der Preis ist die Frage, was Sie dafür zurückbekommen. Wenn eine Software Ihrer Büroleitung pro Woche vier Stunden Abtippen erspart, hat sie sich in der Regel schnell bezahlt gemacht. Rechnen Sie also nicht nur die Lizenz, sondern auch die Zeit, die heute im Büro liegen bleibt.
Welche Handwerkersoftware ist die beste?
Die ehrliche Antwort: Es gibt keine, die für alle die beste ist. Es gibt etablierte Anbieter mit gutem Ruf im Handwerk, und es gibt schlanke Lösungen, die genau für kleine Betriebe gemacht sind. Welche für Sie die richtige ist, hängt von Ihren Abläufen ab, nicht von Testberichten.
Der bessere Weg ist, zuerst die zwei oder drei Stellen zu benennen, an denen es bei Ihnen am meisten klemmt, und dann gezielt zu schauen, welche Software genau diese Stellen löst. So entscheidet Ihr Betrieb über die Software, nicht der Verkaufsprospekt.
Warum sich eine unabhängige Sicht lohnt
Ich verkaufe keine eigene Handwerkersoftware. Das ist Absicht, denn so kann ich Ihnen zu dem raten, was zu Ihrem Betrieb passt, statt zu dem, was ich im Regal habe. Ich kenne die gängigen Programme aus der Praxis und helfe Ihnen, die passende auszuwählen und so einzurichten, dass Ihre Leute sie auch nutzen.
Oft stellt sich dabei heraus, dass Sie gar nicht alles neu kaufen müssen, sondern Ihre vorhandene Software nur richtig genutzt und ergänzt wird.
Wenn Sie vor der Auswahl stehen, schauen wir in einem unverbindlichen Erstgespräch gemeinsam, was zu Ihrem Betrieb passt. 30 Minuten, vor Ort oder per Video.